Eigene Geschichten als Antrieb für die Contentarbeit

Was die Onlinekommunikation vorwärts treibt, sind kreative Ideen für neue Geschichten und Präsentationformen. Dazu braucht es eine Contentstrategie, eingespielte Abläufe und redaktionelle Kompetenz.

Die Anforderungen an die Contenterstellung sind für den Dialog im Web viel entscheidender als die Frage des eingesetzten Tools. In manchem Webprojekt kommt nach einer Weile der Wunsch nach einer weniger statischen Startseite. Hilfe wird dann oft von neuen Tools oder angesagten Agenturen erwartet. Diese können zwar eine neue Stuktur oder eine frische Hülle liefern. Die Notwendigkeit, mit eigenen Ideen Inhalte zu erstellen, bleibt jedoch unverändert.

Die neuen Funktionen oder Ratschläge können gar bewirken, dass neue Kommunikationskanäle bedient werden müssen, für die gar nicht genügen Kapazität vorhanden ist. Der von der Kreativagentur vorgeschlagene Facebook-Button bedeutet beispielsweise, dass auch im Social Network eine Konversation geführt werden müsste.

Wenn die Organisation schon Mühe zeigte, auf ihrer gewöhnlichen Website ansprechende Inhalte bereitzustellen, wie soll sie es schaffen einen Dialog im Real-Time-Web zu führen? Oder ein Content Management System mit x-verschiedenen Blöcken und Views zu füttern?

Viel zentraler sind Ideen, welche Inhalte überhaupt kommuniziert werden sollen. Und ein Plan, wie ein Thema über mehere Monate im Gespräch bleibt, damit Besucher wiederkommen und sich am Austausch beteiligen.

Der Antrieb für die Onlinekommunikation muss das persönliche Gespräch sein. Denn so kommen auch die Ideen für Texte, die Menschen ansprechen.

Links für das Arbeiten mit Sprache

Wer Rat sucht beim Schreiben am Computer, findet im Internet schnell Hilfe. Sprachwerkzeuge, die Fragen zu Rechtschreibung und Grammatik beantworten.

  • LEO.org. Ins Suchfeld ein Wort oder eine Phrase eingeben und LEO zeigt Kombinationen und Verwendungsbeispiele in beiden Sprachen an (Deutsch—Englisch oder Deutsch—Französisch). LEO liefert auch die Resultate, wenn man bei Google beispielsweise «freedom en-de» eingibt. Für Firefox gibt es ein LEO-Such-Plug-in.
  • Canoo.net. LEO und Canoo verlinken aufeinander. Canoo liefert die Details zur Deutschen Grammatik. Über die Funktion «Wortbildung» erhält man alle möglichen Ableitungen. Es gibt auch einen Rechtschreibe-Prüfer.
  • Wortschatz Lexikon. Ist stark in Synonymen. Die erweiterte «Nachschlagen»-Funktion zeigt auch so genannte signifikante Nachbarn. Das sind Wörter die häufig rechts oder links von dem Suchwort auftreten.
  • woerterbuch.info. Aufgeräumter als Google: Ein Textfeld und einen «Suchen»-Knopf. Geliefert wird wahlweise die Übersetzung (Deutsch—Englisch/Englisch—Deutsch) oder Synonyme.

Ausserdem: Für Zitate gehe ich als erstes auf Wikiquote.

Passend: The Word Nerds haben ihre liebsten Quellen (Online und Bücher) zusammengestellt. Die interessantesten Links dort für ein vertiefendes Englischstudium finde ich Bartleby.com und Etymonline.com.

Leicht lesbare Texte schreiben

Via einen Kommentar von Robert Stark im Usability Weblog habe ich ein grossartiges Arbeitsmittel gefunden:

Leicht lesbar?

In ein Formular geben Sie Ihren Text ein und klicken auf «testen». Das Resultat ist eine Bewertung der Lesbarkeit nach der Flesch-Formel. Berücksichtigt werden die durchschnittliche Wortlänge in Silben und die durchschnittliche Satzlänge in Wörtern. Daraus ergibt sich einen Wert für die Leseleichtigkeit. Sie ist abgestuft nach der Bildung, die ein Lesender haben muss, um den Text gut zu verstehen.

Der obenstehende Absatz hat zum Beispiel einen Flesch-Wert von 52, was gemäss Auswertung dem Bildungsstand eines Neuntklässlers entspricht.

Neben dieser statistischen Analyse der Lesbarkeit gibt es noch andere Kriterien. Der Betreiber von leichtlesbar.ch, das Pressebüro Christian Bachmann, weist auch darauf hin auf der Seite zur Frage Mein Text liegt bei 11, und ich möchte ihn auf mindestens 50 bringen. Wie mache ich das?. Zudem, scheint mir, müssen auch die unterschiedlichen Anforderungen je nach Medium beachtet werden.

Dass ich nun dank dieser Website immer einen Wert für meine Texte vorgerechnet bekomme, ist ein Ansporn für die Arbeit.