User Experience Podcast: Faustregeln hinterfragt

Was ist wahr an Faustregeln für Web-Usability?

Gerry Gaffney widmete dieser Frage seine erste Ausgabe von UXPod – User Experience Podcast.

Gaffney bespricht zwei weit verbreitete Annahmen:

  • Eine Web-Navigation soll «sieben plus/minus zwei» Rubriken haben.
  • Inhalte sollen mit drei Klicks erreichbar sein.

Gaffney schwächt diese Regeln ab und weist darauf hin, dass die «Sieben-Rubriken-Regel» ursprünglich aussagte, dass sich das menschliche Hirn an maximal sieben Dinge erinnern könne. Auf Websites ginge es jedoch nicht darum, Rubriken auswendig zu lernen, sagt Gaffney.

Entscheidend sei, dass die Website-Besucher Rubrikenbezeichnungen und Links vorfänden, die für sie verständlich seien. Folgen Besucher solchen Links und finden sie weiter treffende Informationen, käme es schliesslich auch nicht auf die Anzahl Klicks an.

Lieber viele Links mit Bezeichnungen, die den Besuchern etwas sagen und ihnen so eine Spur zu den Inhalten legen. Das ist auch Jared M. Spools Lehre vom Scent of Information.

Von UXPod gibt es bis heute drei Episoden. Hoffentlich werden es mehr.

(Via WebWord.)

Laufend kleine Verbesserungen

Jared M. Spool:

  • Die erfolgreichsten Websites erfuhren nie ein umfassendes Redesign.
  • Die Idee von Redesigns oder Relaunches ist gestorben.
  • Kleine Änderungen wurden an vielen Stellen vorgenommen und neue Funktionen eingeführt.
  • Schalte kleine Änderungen auf! Beobachte die Reaktionen der Sitebesucher! Wenn etwas nicht funktioniert, kannst du die frühere Version wieder aufschalten.
  • Laufend kleine Verbesserungen, so machen es die Grossen wie Yahoo oder Amazon.

Frei zusammengefasst und übersetzt aus der Audio-Präsentation Scent, Search, and the Pursuit of User Happiness (MP3).

Mehr Mut für das kleine Gute. Das merke ich mir.