Links zum Referat am Web 2.0-Forum 2007

Heute spreche ich am «Web 2.0-Forum 2007» zum Thema «Der direkte Draht zum Kunden mit Corporate Blog und Wiki». Mein Referat ist um 13.30 Uhr.

Hier die Links zu den angesprochenen Artikeln und Sites (in der Reihenfolge der Präsentation gemäss Planung):

  1. Klaus Eck. Corporate Blogs. Unternehmen im Online-Dialog zum Kunden (Amazon.de)
  2. CIO.de. Banken und Web 2.0: Der Kunde wird zum Konkurrenten
  3. Cluetrain Manifest
  4. eMarketer. Business Blogging Still Rare
  5. Stephanie Booth. How Blogging Brings Dialogue to Corporate Communications
  6. Paul Dwyer. Building Trust with Corporate Blogs
  7. Hannes Treichl. 10 Gründe gegen Blogs im Tourismus

Einen Dank für die vielen Links und Inputs durch sein Blog «Crossmediale Kommunikation» möchte ich an Karsten Füllhaas weitergeben.

Laufend weitere Links sammeln ich und viele andere Benutzer unter dem Tag web2.0 auf del.icio.us.

Ein Auszug aus dem Referat und einzelne Slides veröffentliche ich im Anschluss an die Veranstaltung.

Zielgruppe Blogosphäre

Beitrag geschrieben für das Blog zum Web 2.0 Forum 2007.

Die aktivsten Blogleser sind wohl die Blogger selbst. Weil Blogs häufig aufeinander verweisen und Blog-Schreiber am Dialog in anderen Blogs teilnehmen, ist die Bloglandschaft ein eng geknüpftes Netz. In dieser so genannten Blogosphäre werden auch Unternehmensblogs als erstes wahrgenommen, gelesen und diskutiert.

Für den erfolgreichen Start eines Unternehmensblogs ist es deshalb entscheidend, den Bedürfnissen der Menschen in der Blogosphäre gleich von Beginn weg gerecht zu werden. Finden die Blogger in einem Unternehmensblog einen gleichwertigen Teilnehmer im Netz, geben sie ihm Kredit.

Die Zielgruppe Blogosphäre wird Ihr Unternehmensblog begrüssen, wenn Sie auf folgende Erwartungen acht geben:

  • Auf Augenhöhe mit den Lesern. Blogeinträge werden von Menschen gelesen und so sollten sie auch geschrieben sein. Gefordert ist Authentizität und Persönlichkeit in den Texten. Dies erreichen Sie sicher nicht, indem Sie eine Medienmitteilung ins Blog stellen. Erzählen Sie stattdessen von Ihren Erlebnissen und Gefühlen. Zeigen Sie Wertschätzung für Ihre Leser – es sind Ihre Kunden. Seien Sie offen für den Dialog mit Bloggern und beantworten Sie Kommentare.
  • Vernetzung mit der Blogosphäre. Tragen Sie Ihr Blog in Blogverzeichnissen ein. Allen voran Technorati und die Schweizer-Bloglisten unter list.blogug.ch und Slug.ch. Nutzen Sie auch die Benachrichtigungs-Services dieser Sites (ein so genannter Ping wird bei neuen Einträgen geschickt). So ist die Blogosphäre immer über die Aktivitäten in Ihrem Blog informiert. Führen Sie auch eine Blogroll, eine Liste mit Links zu anderen Blogs, mit denen Sie einen Diskurs pflegen. Und verlinken Sie auf andere Blogs in Ihren Einträgen.
  • Technische Ausstattung. Ihr Blog sollte all das bieten, was Blogger von ihrem eigenen Blog kennen. Zu den Anforderungen an Ihre Blogsoftware gehören daher Permalink, Kommentare (möglichst ohne Registrierung), Trackback-Funktion, RSS-Feed für die Artikel (ev. auch für Kommentare und Kategorien), Archiv und Suche. Beschreibungen dieser Erkennungsmerkmale von Blogs finden Sie in den WeblogFAQ auf meiner Website.

Richten Sie Ihre Blog-Strategie für den Anfang auf die Zielgruppe Blogosphäre aus. Haben Sie einmal dort Sympathie gewonnen, dann werden auch bald weitere Kreise auf ihr Unternehmensblog aufmerksam werden.

Weg zum Unternehmens-Blog über Glatteis

Peter Hogenkamp schreibt im «Netzguide Business Communication 2006» einen Beitrag über Weblogs für Unternehmen, den er vorab in seinem Weblog veröffentlichte.

«Weblogs — braucht mein Unternehmen auch eines?» umreist knapp die Möglichkeiten für Unternehmen mit Weblogs. Klar wird, dass es jetzt der Zeitpunkt ist, sich über das Thema Gedanken zu machen. Und Peter Hogenkamp macht Mut und zeigt Wege, wie sich Business-Leute den Blogs annähern können.

Etwas dünn fällt die Beschreibung der Einsatzmöglichkeiten aus.

  1. «Pressemitteilungen mit einem RSS-Feed versehen», das ist für Peter bereits ein «reiner PR-Blog». Ich meine, hier (und später noch einmal) wird RSS zu eng auf Blogs bezogen. Und umgekehrt, könnte man meinen, RSS allein mache ein Blog. Dass es für ein Weblog mehr braucht, zeigt ein aktueller Beitrag von Jürg Stuker im namics Weblog auf.
  2. «Ein CEO-Blog?», fragt Peter. Hier, finde ich, dürfte in einem Satz den Lesern kurz beschrieben werden, wie sie sich ein solches etwa vorstellen könnten. Mit Verweis auf ein Beispiel.
  3. Auch die Idee von «Know-how-Blogs» bleibt unkonkret. Warum nicht auch hier ein Beispiel?

Und dann fehlt für mich, wie auch Jürg Stuker in den Kommentaren findet, ein Hinweis auf die Art des Dialogs mit den Kunden und die Anforderungen an die Inhalte.

Noch einmal um RSS und Blogs geht es im Punkt zwei des «Vier-Stufen-Programms». Peter bemerkt: «Kein echtes Blog-Feeling ohne RSS-Push.» Es ist schon richtig, dass das Lesen von vielen Blogs in einem Feedreader angenehmer und schneller geht. Aber nicht nur das Lesen von Blogs. RSS und das Abonnieren von Feeds haben garde im Unternehmensumfeld auch für andere Informationsquellen immer grössere Bedeutung.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich Business-Leute nach der Lektüre dieses Beitrags noch vorkommen wie auf Glatteis. Bis sie mit einem Unternehmens-Weblog starten können, benötigen sie noch Unterstützung. Zum Glück gibt es ja zahlreiche Ressourcen im Internet. Und Berater wie Peter können noch viele Vorschläge an ihre Kunden weitergeben, damit Unternehmen mit viel Erfolg bloggen.

Firmen und ihre Blogger

Den Podcast-Beitrag zum Thema Corporate Blogging auf «IT Conversations» habe ich mir mit grossem Interesse angehört.

In der Gesprächsrunde geht es um folgende Punkte:

  • Wie blog-begeisterte Mitarbeiter die Firmenchefs davon überzeugen, ein Firmenweblog zu starten.
  • Wie Firmen erfolgreiche Blogger einstellen, damit sie über ihre Produkte schreiben.
  • Wie es dazu kommen kann, dass Mitarbeiter wegen ihres Bloggens die Firma verlassen müssen.
  • Dass es auch Blogger gibt, die einmal etwas über die Firma schreiben, deshalb aber noch keine Corporate Blogger sind.
  • Welche Regeln Firmen für bloggende Mitarbeiter aufstellen könnten.
  • Wie Firmen mit dem offenen Meinungsaustausch in Weblogs umgehen sollen.
  • Ob zufriedene Kunden die besten Firmen-Blogger wären.

Unten auf der Seite zum Audio-Beitrag finden sich einige gute Links. Mehr zum Thema sammle ich bei del.icio.us unter den Tags corporate+blogs.